Im Winter, vor allem, wenn es schneit oder regnet, hängen wir unsere nasse Wäsche zum Trocknen drinnen auf. Doch beim Abhängen und Zusammenfalten kommt einem häufig ein leicht muffiger Geruch entgegen. Wie kann das sein und was kann man dagegen tun?
Die Kälte an sich ist nicht der Grund, wieso deine Wäsche im Winter oft muffig riecht. Theoretisch kannst du deine Wäsche sogar bei Minusgraden draußen aufhängen und sie wird perfekt trocken werden.
Der Grund ist vielmehr, dass wir im Winter die Fenster länger geschlossen lassen und in vielen Räumen die Luftfeuchtigkeit steigt. Bleibt Wäsche zu lange feucht, fühlen sich geruchsbildende Bakterien besonders wohl. Heizungsluft an sich ist zwar trocken, aber ohne Luftaustausch sammelt sich die Feuchtigkeit im Raum – und damit auch in der Wäsche. Die Folge: Sie trocknet langsam und fängt an zu riechen, obwohl sie eigentlich sauber ist.
5 Tipps gegen muffige Wäsche im Winter
1. Regelmäßig lüften
Regelmäßiges Stoßlüften oder ein gekipptes Fenster sorgen dafür, dass die feuchte Wäsche-Luft entweichen kann. Im Winter ist dieser Punkt auch wegen möglicher Schimmelbildung wahnsinnig wichtig.
Übrigens: Selbst wenn es regnet und die Luftfeuchtigkeit draußen entsprechend hoch ist, lohnt es sich, zu lüften. Lies hier, wieso das so ist.
Alternativ kannst du mit einem Luftentfeuchter, wie diesen von Amazon*, nachhelfen. Ich empfehle dir außerdem, einen Hygrometer* aufzustellen, damit du die Luftfeuchtigkeit im Raum stets im Blick hast.
2. Die Wäsche möglichst trocken aus der Maschine holen
Je weniger Wasser noch im Stoff steckt, wenn du ihn aufhängst, desto weniger wird an die Umgebung abgegeben. Besonders Handtücher, Bettwäsche oder robuste Kleidung aus Baumwolle sollten zum Schluss möglichst gut geschleudert werden, 1200-1600 U/min sind ideal.
3. Abstand zur Heizung halten
Damit die Wäsche schneller trocknet, ist es verlockend, die nassen Sachen möglichst nah an der Heizung aufzuhängen. Das ist jedoch ein Trugschluss. Der Wäscheständer sollte am besten mittig im Raum stehen. Steht er zu nah an der Heizung, kann die warme Luft nicht zirkulieren.
Die Wäsche soll schneller trocknen? Das geht auch mit dem Handtuchtrick.
4. Wäsche vor dem Aufhängen ausschütteln
Von der Waschmaschine direkt auf die Leine? Keine gute Idee. Stattdessen solltest du die Teile vorher ausschütteln und anschließend glattstreichen.
Beim Ausschütteln lösen sich grobe Wassertropfen aus Falten, Nähten und Säumen. Gleichzeitig verhinderst du, dass Stofflagen aneinanderkleben. Falten und überlappender Stoff stauen Feuchtigkeit, wodurch Kleidung deutlich länger zum Trocknen braucht und schneller muffig riecht. Glatt aufgehängt (zum Beispiel mit Abstand auf mehreren Kleiderbügeln) trocknet Wäsche nicht nur effizienter, sondern kommt oft sogar knitterärmer vom Ständer.
5. Große Teile nicht zusammenklappen
Der fünfte Punkt ergibt sich im Grunde bereits aus Punkt vier. Trotzdem noch einmal in aller Deutlichkeit: Hänge deine Wäsche möglichst mit Abstand auf, sodass der Stoff nicht doppelt liegt. Das ist zum Beispiel bei Bettwäsche, Hoodies oder Decken wichtig. Auch Handtücher solltest du lieber mit Wäscheklammern aufhängen, damit sich der gefaltete Stoff nicht berührt.
Deine Wäsche stinkt trotzdem?
Wenn keiner dieser Tipps hilft, kann es sein, dass deine Wäsche bereits muffig aus der Maschine kommt. In dem Fall lohnt sich eine gründliche Maschinenreinigung. Denke dabei auch ans Fusselsieb und die Gummidichtungen. Hier kann sich einiges ansammeln, das zum unangenehmen Geruch beiträgt.
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