Wir behandeln unsere Smartphones wie unkaputtbare Alltagsbegleiter. Immer dabei, immer einsatzbereit. Aber die Wahrheit ist: Handys sind absolute Frostbeulen.
Und je kälter es wird, desto empfindlicher reagiert die Technik dahinter.
Hier kommen vier Dinge, die mit dem Smartphone passieren, wenn die Temperaturen deutlich unter Null Grad fallen und was du tun kannst, um Frostschäden am Gerät zu verhindern.
1. Der Akku macht schlapp und das oft schlagartig
Wird das Smartphone draußen starkem Frost ausgesetzt, kann es sich schlagartig verabschieden.
Der Grund dafür: Bei niedrigen Temperaturen laufen die chemischen Prozesse im Akku langsamer. Das führt dazu, dass sich der Akku extrem schnell entlädt und sich das Handy plötzlich ausschaltet. Selbst bei 30 oder 40 Prozent. Es kann auch passieren, dass die Akkuanzeige völlig falsche Werte anzeigt.
Das Gemeine: Sobald dein Handy wieder warm wird, erholt sich der Akku scheinbar. Aber dieser Stress bleibt nicht folgenlos. Wiederholt sich das oft, leidet die Akkuleistung dauerhaft.
2. Der Touchscreen schaltet in den Wintermodus
Schon mal versucht, bei minus acht Grad eine Nachricht zu tippen? Schwieriges Unterfangen.
Kälte kann dazu führen, dass der Touchscreen verzögert reagiert, Animationen ruckeln und Farben blasser oder verfälscht wirken.
Und jetzt kommt der Haken: Glas mag keine extremen Temperaturwechsel. Wer sein eiskaltes Handy direkt drinnen aus der Tasche zieht und intensiv benutzt, riskiert feine Spannungsrisse.
3. Es kann sich Kondenswasser im Gerät bilden
Wenn du dein eiskaltes Smartphone in einen warmen Raum bringst, bildet sich Feuchtigkeit. Und zwar nicht nur außen, sondern im Inneren des Geräts.
Elektronik und Feuchtigkeit sind eine schlechte Kombination.
Die Folgen können Ladeprobleme, sporadische Aussetzer oder langfristige Schäden an Bauteilen sein.
4. Kälte kann Langzeitschäden verursachen
Wird das Smartphone lange strenger Kälte mit zweistelligen Minusgraden ausgesetzt kann es zu dauerhaften Schäden am Gerät kommen. Geringere Akkukapazität, schnellerer Akku Verschleiß, instabile Performance und eine höhere Anfälligkeit für Defekte.
So schützt du dein Handy bei Minusgraden
Um das Smartphone im Winter zu schützen, musst du es nicht in Watte packen. Es reicht, wenn du es nah am Körper trägst. Am besten in der Innentasche statt in der Außentasche.
Nutze zusätzlich eine Hülle und eine Schutzfolie für den Touchscreen. Beides isoliert und schützt vor der eisigen Kälte.
Achte auch darauf, das Handy draußen nur kurz zu benutzen. Navigation checken ist okay, zehn Minuten Scrollen eher nicht. Und gönne dem Gerät eine kurze Pause, um sich zu akklimatisieren, wenn du zurück im Warmen bist. Mit diesen einfachen Tipps kannst du Frostschäden am Gerät verhindern.
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