Du möchtest dein Zuhause etwas umgestalten? Dann empfehle ich dir unbedingt, dich einmal näher mit Feng Shui zu beschäftigen. Die Harmonielehre Feng Shui, die heute Teil der traditionellen chinesischen Medizin ist, entstand vor über 3000 Jahren in China. Wörtlich übersetzt bedeutet Feng Shui „Wind“ und „Wasser“.
Bei Feng Shui geht es darum, dein Zuhause so einzurichten und zu gestalten, dass es einen harmonischen und positiven Einfluss auf dich hat. Erfahre hier alles über das Grundprinzip Feng Shui und was es mit Bagua, Yin und Yang und den 5 Elementen auf sich hat.
Weiter unten findest du zusätzlich eine Übersicht zu den wichtigsten Dos und Don’ts bei der Einrichtung nach Feng Shui.
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Feng Shui: Die wichtigsten Konzepte kurz und knapp
Begriffe, die du dir im Zusammenhang mit Feng Shui unbedingt merken solltest, sind das Chi (die Lebensenergie), das Bagua (ein Raster, das du auf deine Wohnung anwenden kannst), die 5 Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Holz und Metall) und das Yin und Yang.
Chi
Das Zentrum der „Feng Shui“-Lehre ist, dass das Chi (die Lebensenergie) frei fließen kann. Während die positive Energie angezogen werden soll, wird negative Energie verbannt.
Bagua
Im Feng Shui ist Bagua eine Energiekarte mit neun Zonen. Jeder Bereich in deinem Haus wird einem dieser Lebensbereiche zugeordnet: Karriere, Wissen & Lernen, Familie, Reichtum, Mitte/Gesundheit, Hilfreiche Freunde, Kreativität und Kinder, Partnerschaft und Ruhm & Anerkennung.
Stelle dir vor, das Bagua ist ein Raster, das du über den Grundriss deines Zuhauses legen kannst. Du kannst das Raster entweder nach dem „Drei Türen“-Bagua oder dem „Kompass“-Bagua ausrichten. Ursprünglich gab es nur das „Kompass“-Bagua, das sich an den Himmelsrichtungen orientiert.
Später kam das „Drei Türen Bagua“ hinzu. Dieses wurde in den 80er Jahren von dem „Feng Shui“-Meister Thomas Lin Yun entwickelt und soll dabei helfen, das Bagua einfacher anwenden zu können.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen gegenüber diesem neuen Prinzip, insbesondere, weil die Lehre von Thomas Lin Yun in Ratgebern falsch übersetzt und demnach fehlerhaft übermittelt sein soll.
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Yin und Yang
Yin steht für Ruhe, Weichheit, Kühle, Dunkelheit und Zurückgezogenheit. Yang steht für Aktivität, Wärme, Helligkeit und Bewegung. Beide Kräfte sind nicht gut oder schlecht, sie ergänzen sich. Ohne Yin wäre alles zu hektisch, ohne Yang wäre alles zu träge. Daher gilt es im Feng Shui, eine richtige Balance zwischen Yin und Yang herzustellen.
Fünf Elemente
Alle fünf Elemente sollten in deinem Zuhause vorkommen. Sie stehen jeweils für bestimmte Eigenschaften. Wasser steht für Ruhe und Regeneration. Feuer steht für Dynamik und Freude. Holz repräsentiert Wachstum und Kreativität. Metall steht für Klarheit und Reife, während Erde auf Stabilität und die innere Mitte abzielt.
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Dos and Don’ts im Feng Shui: 20 wichtige Regeln, damit die Energie frei fließen kann
- Finde eine Balance zwischen Yin und Yang. Gewisse Lebensbereiche brauchen mehr Yang und andere mehr Yin. Die Balance zwischen Yin und Yang kannst du mit Hilfe von Farben, Düften oder Materialien unterstützen.
- Halte Ordnung und bringe eine klare Struktur in deine vier Wände. Chaos stört das Chi enorm.
- Teile deine Wohnung in Bereiche ein und unterstreiche die Raumeinteilung mithilfe von Farben. Wohnzimmer = Weiß, Creme, Rot und Gelb; Arbeitsbereich = Kräftige Farben, Orange, Gelb, Beige und Rot oder Grün; Schlafzimmer = Grün, Beige oder Braun; Küche = Grüntöne, Grau und Creme; Kinderzimmer = Erdtöne und Pastellfarben; Bad = Weiß, Creme oder helles Grün; Flur = helle Farben, Weiß und Beige
- Halte dich bei der Raumgestaltung an das Bagua und lege für jeden Wohnbereich einen Lebensbereich fest.
- Türen solltest du immer im Blick behalten können. Sie sollten aber nie genau gegenüber von dir sein.
- Achte auf Symmetrien im Schlafzimmer.
- Spiegel sollten nicht im Schlafzimmer hängen. Sie stören das Chi.
- Setze bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen auf Naturmaterialien wie Holz, Leinen, Bambus, Baumwolle, Stein oder Marmor und auf geschwungene Formen und abgerundete Ecken, da sie weicher wirken.
- Achte auf ein gutes Lichtkonzept. Am besten sind große Fenster, sodass genügend Licht in die Räume gelangt. Im Schlafzimmer sollte das Licht nicht grell, sondern warm und angenehm sein.
- Spiegel sind nicht per se schlecht. Sie können Räume größer wirken lassen und dabei helfen, dass die Energie besser fließen kann. Allerdings sollten Spiegel nie gegenüber von Türen hängen, da die Energie ansonsten zurückgeworfen wird.
- Offene Räume und Türen sorgen für einen ungehinderten Energiefluss.
- Wasserelemente wie Aquarien oder kleine Brunnen haben einen beruhigenden Effekt und unterstützen das Chi.
- Die Raummitte im Wohnbereich ist das Zentrum der Energie. Hier sollten keine Möbel stehen.
- Entsorge kaputte Gegenstände. Dazu gehören auch Pflanzen oder Blumen, die nicht mehr frisch sind.
- Der Arbeitsbereich sollte einen eher angeregten Duft haben. Zitrusfrüchte, Nadelhölzer oder Minze wirken belebend und energetisieren, während Düfte von Vanille, Amber, Zimt oder auch Moschus gut in den Wohnbereich passen und Entspannung und Ruhe vermitteln.
- Halte das Schlafzimmer ordentlich und achte auf Symmetrien. Es sollten so wenig Gegenstände wie möglich rumstehen.
- Das Bett sollte nicht genau gegenüber der Tür oder unter dem Fenster stehen. Das Bett sollte so stehen, dass man die Tür im Blick hat. Fenster befinden sich im besten Fall seitlich vom Bett.
- Im Arbeitsbereich solltest du mit dem Rücken zur Wand sitzen und die Türe im Blick behalten können. Das Fenster sollte neben deinem Schreibtisch sein.
- Das Kinderzimmer sollte in eine aktive Zone zum Spielen, in eine Lernzone zum Konzentrieren und in eine Ruhezone zum Schlafen aufgeteilt sein. Auch hier sollte die Mitte des Raums unbedingt frei bleiben.
- In der Küche sollten ebenfalls klare Linien und Ordnung vorherrschen. Es sollten nur geschlossene Schränke vorhanden sein. Herd und Spüle sollten nicht nebeneinanderstehen, da Feuer und Wasser zu trennen sind.
- Möbel im Flur sollten keine harten Kanten haben, sondern weich und abgerundet sein. Es sollten aber unbedingt genügend Schränke und Kommoden vorhanden sein, sodass keine Unordnung entsteht.
- Im Bad sollten Gegenstände und Türen geschlossen gehalten werden (auch der Klodeckel). Nur so kann die Energie aufrechterhalten werden.
Zum Schluss haben wir noch ein paar Einrichtungsaccessoires rausgesucht, die sich wunderbar in das Wohnkonzept mit Feng Shui integrieren lassen. Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Einrichten
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