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Kinderarzt appelliert: Eltern machen beim Rodeln mit Kindern fatalen Fehler

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Vorab im Video: Ab wann muss der Schnee geräumt werden?

Ein bekannter Kinderarzt warnt Eltern vor einer unterschätzten Gefahr beim Schlittenfahren mit Kindern. Wer den Rat ignoriert, riskiert schwere Verletzungen. Lies hier, was Rodeln mit der Familie sicher(er) macht.

Der Schnee hat weite Teile Deutschland fest im Griff. Während viele Erwachsene murren, bedeutet das Winterwunderland für unsere Kinder vor allem ein: Spaß!

Zum perfekten Tag im Schnee gehört natürlich auch Rodeln. Also Schlitten raus, Kind vorne zwischen die Beine geklemmt und ab geht’s den Hang herunter. Oder etwa nicht?

Laut Kinderarzt: Kinder müssen auf dem Schlitten hinten sitzen!

Dr. Till Dresbach ist leitender Oberarzt für Kinderheilkunde an der Uniklinik Bonn. Bekannt ist der Mediziner auch für seinen Instagram-Account, wo er unter dem Namen „Dr. Till„, regelmäßig Wissen rund um das Thema Kindernotfälle teilt.

Vielen Eltern, inklusive mir, öffnet er mit seinen Beiträgen regelmäßig die Augen und sensibilisiert für unterschätzte Gefahren im Alltag. So auch aktuell.

In seiner Instagram Story vom 7. Januar richtet der Kinderarzt einen dringenden Appell an Eltern: Lasst eure Kinder beim Rodeln nicht vorne sitzen. Kinder gehörten aus Sicherheitsgründen auf dem Schlitten immer nach hinten. Der Grund: Sitzt das Kind hinten, kann die erwachsene Person bei einem Unfall als Puffer fungieren. Das ist sicherer.

Helm auch beim Rodeln tragen

Zusätzlich rät der ADAC dazu, beim Rodeln einen Helm zu tragen. Insbesondere Kinder, die ein erhöhtes Risiko für Schlittenunfälle haben, sollten nie ohne Kopfschutz die Hänge herunterrasen.

Eine Untersuchung der ADAC Luftrettung ergibt, dass knapp die Hälfte der verunglückten Wintersportler*innen beim Rodeln verunglückt sind. Was für viele sicherlich überraschend ist: Die Schwere der Verletzungen war bei den Schlittenunfällen sogar höher als bei Ski- und Snowboard-Crashes.

Auch der auf Social Media unter dem Namen „Kids.Doc“ bekannte Kinderarzt Dr.med. Vitor Gatinho appelliert in diesem Video an Eltern, die Gefahren beim Schlittenfahren nicht zu unterschätzen und Helme zu tragen:

Lebensbedrohliche Verletzungen bei Schlittenunfällen möglich

Beim Rodeln kann der Schlitten schnell rasend schnell werden. 25km/h sind keine Seltenheit. Kommt es dann zu einem Sturz, kann es zu lebensbedrohlichen Kopfverletzungen kommen.

Mit Helm sinkt das Risiko für schwere Kopfverletzungen drastisch und tödliche Kopfverletzungen sind laut Angaben der Unfall-Experten des ADAC nahezu ausgeschlossen. 

Auf die richtige Helmgröße achten

Seit ich das weiß, trägt mein vierjähriger Sohn beim Schlittenfahren konsequent seinen Fahrradhelm und sitzt hinter mir oder meinem Mann, wenn wir den Rodelhügel runterflitzen.

Wichtig vor der Abfahrt: Kontrolliert den Sitz des Helms. Er muss stabil und fest auf dem Kopf sitzen und die richtige Größe haben.

Mit diesen Tipps und Maßnahmen lässt sich der Tag im Schnee sorgenfrei und mit ganz viel Spaß genießen!