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Mit diesem Verhalten lockst du Lebensmittelmotten in deine Küche, ohne es zu merken

Vorratsschrank mit Tüten und Foto einer Lebensmittelmotte auf gelbem Hintergrund
© Adobe Stock, Canva

Vorab im Video: So wirst du Schädlinge in der Küche schnell wieder los

Ich musste erst eine echte Lebensmittelmotten-Brutstätte in meinem Vorratsraum entdecken, um zu lernen, wie Snacks richtig gelagert werden.

Ich dachte wirklich lange, die Motten kämen von draußen. Immer mal wieder flatterte eine durch die Küche. Dann saß plötzlich eine im Flur. Wenige Tage später entdeckte ich eine weitere oben im Kinderzimmer. Dann zwei im Schlafzimmer.

Seltsam, aber ich machte mir zunächst keine großen Gedanken. Es ist schließlich Sommer, das Fenster steht oft offen. Wahrscheinlich hatte sie das Licht nach drinnen gelockt.

Spoiler: Sie kamen nicht von draußen.

Wenn Snack-Tüten zur Lebensmittelmotten-Zuchtstation werden

Wie wohl in den meisten Familien gibt es bei auch bei uns einen schier endlosen Vorrat halb aufgegessener Kinder-Snacks. Reiswaffeln, Maisstangen, Trockenfrüchte, Knabberzeug für unterwegs. Die meisten davon lagerten wir bis dato in einer offenen Box im Vorratsschrank.

Und genau hier fanden wir sie: die Brutstätte der Lebensmittelmotten. Genauer gesagt in einer angebrochenen Packung Trockenpflaumen, die hinter anderen Snacks verborgen lag. Die kleine Tüte war zu. Dachten wir zumindest.

Wir hatten sie nach dem erstmaligen Öffnen einfach mit dem kleinen Klebestreifen verschlossen, der bei solchen Snacks oft direkt an der Verpackung angebracht ist.

Das Problem: Der Streifen hält die Tüte zwar zusammen, aber eben nicht 100% dicht. Lebensmittelmotten reicht das.

Vorräte sind für Lebensmittelmotten ein gefundenes Fressen

Lebensmittelmotten lieben trockene Vorräte. Dazu gehören unter anderem:

  • Trockenfrüchte
  • Haferflocken
  • Müsli
  • Nüsse
  • Mehl
  • Reis
  • Reiswaffeln
  • Knäckebrot
  • Tierfutter

Besonders tückisch: Viele dieser Lebensmittel lagern wir nach dem Öffnen einfach in der Originalverpackung. Wir rollen die Tüte zusammen, nutzen einen Clip oder verlassen uns auf den vorhandenen Klebestreifen. Leider reicht das oft nicht aus.

Motten finden selbst kleinste Öffnungen. Und wenn sie erst einmal ihre Eier abgelegt haben, entwickelt sich die Packung im schlimmsten Fall zur Brutstätte. Genau das ist bei uns passiert.

Wir haben den Schädlingen mit den halb verschlossenen Snacktüten ein Festmahl angerichtet. Mit dem Ergebnis, dass wir alle, ausnahmslos alle angefangenen Tüten und offenen Packungen wegschmeißen mussten.

Lebensmittelmotten sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene

Übrigens – und das beruhigt mich als ständig gestresste Multitasking Mama sehr: Lebensmittelmotten sind kein Zeichen von schlechter Hygiene, sondern meist einfach Pech.

Die kleinen Schädlinge gelangen häufig schon mit dem Einkauf ins Haus. Ihre Eier können sich in Packungen mit Mehl, Reis, Nüssen, Trockenfrüchten oder Müsli befinden und sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Selbst die sauberste Küche schützt davor nicht.

Woran du einen Lebensmittelmotten-Befall erkennst

Falls bei dir auch plötzlich immer wieder einzelne Motten auftauchen, solltest du erst mal herausfinden, um welche Mottenart es sich dabei handelt. Neben Lebensmittelmotten gibt es zum Beispiel auch Kleidermotten.

Mein Tipp: Mache ein Foto von einer erlegten Motte und öffne am Smartphone Google Lens. Mithilfe der App kannst du die Mottenart bestimmen und herausfinden, ob es sich wirklich um Lebensmittelmotten handelt.

Ist das der Fall, solltest du all deine Vorräte gründlich überprüfen und nach diesen Anzeichen Ausschau halten:

  • kleine Gespinste in Verpackungen
  • feine Fäden zwischen Lebensmitteln
  • Larven oder weiße Würmchen
  • mehrere Motten innerhalb weniger Tage

Kontrolliere zuerst Trockenfrüchte, Nüsse, Müsli und alle angebrochenen Kindersnacks aus Getreide. Genau dort verstecken sich die kleinen Plagegeister besonders gerne.

Mit welchem Verhalten du unbewusst Kleidermotten anlockst, liest du hier.

So wirst du Lebensmittelmotten wieder los

Wenn sich der Verdacht bestätigt hat und sich bei dir wirklich Lebensmittelmotten breit gemacht haben, solltest du folgende Dinge tun:

1. Betroffene und geöffnete Lebensmittel entsorgen
Sobald du ein befallenes Lebensmittel gefunden hast, sollte es direkt entsorgt werden. Das gilt auch für alle offenen Tüten und Verpackungen. Am besten bringst du den Müll anschließend sofort nach draußen.

3. Schrank oder Schublade gründlich reinigen
Sauge Regalböden, Ecken und kleine Ritzen aus und wische anschließend alles sorgfältig mit Essigwasser aus.

4. Bei größerem Befall: Schlupfwespen nutzen
Wenn du die Lebensmittelmotten einfach nicht loswirst, solltest du über den Einsatz von Schlupfwespen nachdenken. Sie sind die Feinde der Motten und machen ihnen den Garaus.

5. Geduldig bleiben
Selbst wenn du die Quelle gefunden hast, können noch einige Wochen einzelne Motten auftauchen. Das ist normal. Wichtig ist, dranzubleiben und den Vorratsschrank regelmäßig zu kontrollieren, sauber zu halten und keine Lebensmittel offen zu lagern.

So lagerst du trockene Lebensmittel Motten-sicher

Seit unserer Motten-Invasion habe ich eine Regel eingeführt: Alles, was geöffnet wurde und voraussichtlich länger als ein paar Tage im Schrank liegt, kommt in einen luftdichten Behälter.

Besonders geeignet sind:

  • Vorratsgläser mit Gummidichtung
  • verschließbare Glasdosen
  • hochwertige Kunststoffboxen mit Dichtung

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Der Vorteil: Selbst wenn sich bereits Eier in einem Produkt befinden sollten, können sich die Motten nicht ungehindert im ganzen Vorratsschrank ausbreiten.

Außerdem bleiben so knusprige Snacks länger frisch. Und Ordnung in der Küche halten ist damit auch einfacher.

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