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Schlecht schlafen: Ich wache jede Nacht um 3 auf, aber warum ist das so?

Frau liegt nachts wach im Bett und hat die Arme unter den Kopf geklemmt.
In heißen Sommernächten ist das Ein- und Durchschlafen nicht nur für Personen mit gestörtem Schlaf schwierig. Credit: Getty Images

Du wachst jede Nacht um drei Uhr auf und kannst dann nicht mehr schlafen? Woran das liegen kann, erfährst du hier.

Du wachst nachts ständig auf und immer wenn du auf die Uhr guckst, ist es zwischen 3 und 4 Uhr nachts? Dahinter könnte ein Phänomen stecken, das als ‚Wolfsstunde‘ bezeichnet wird. Doch was hat es damit auf sich?

In der Wolfsstunde wachen wir häufig auf

Die Zeit zwischen drei und vier Uhr nachts wird auch als ‚Wolfstunde‘ bezeichnet. In dieser Zeit wachen wir häufig auf, was mit unserem Hormonspiegel zusammenhängt.

Um schlafen zu können, fährt der Körper die Körpertemperatur im Schlaf deutlich runter, gleichzeitig steigt der Melatonin-Spiegel. Cortisol– und Serotonin-Spiegel sind hingegen auf ihrem Tiefpunkt.

Wachen wir zwischen drei und vier Uhr wegen eines Reizes auf, kann es passieren, dass wir nicht so schnell wieder einschlafen und ins Grübeln geraten. Das liegt vor allem an dem niedrigen Serotonin-Spiegel, der häufig mit Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen in Zusammenhang gebracht wird (Quelle: AOK).

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Werden wir richtig wach, gucken wir auf die Uhr, wälzen uns von der einen, auf die andere Seite und die Gedanken-Spirale beginnt. So oder so bleibt uns eine längere Wachphase stärker in Erinnerung, als ein kurzer Aufwachmoment, von dem wir am nächsten Tag schon gar nichts mehr wissen.

Dass wir nachts aufwachen ist nämlich grundsätzlich keine Besonderheit und hängt auch nicht speziell mit Hitze-Nächten im Sommer zusammen. Vielmehr liegt das Aufwachen an den verschiedenen Phasen eines Schlafzyklus.

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Diese Phasen hat ein typischer Schlafzyklus

Laut aktueller Schlafforschung, besteht ein typischer Schlafzyklus bei Erwachsenen aus verschiedenen Phasen, die sich alle 70 bis 110 Minuten wiederholen.

Einschlafphase

Während der Einschlafphase finden wir zunehmend in einen leichten Schlaf, in der es auch zu Muskelzuckungen kommen kann.

Mittlere Schlafphase

Während sich Puls und Atemfrequenz weiter verlangsamen, schlafen wir irgendwann tiefer ein. Diese mittlere Schlaf-Phase macht den größten Teil des Schlafzyklus aus und betrifft etwa die Hälfte der Zeit.

Tiefschlaf-Phase

In der zweiten Hälfte des Schlafzyklus beginnt die Tiefschlafphase. Hier sinken Blutdruck und Körpertemperatur deutlich ab und die Muskulatur entspannt sich.

REM-Phase

Kurz bevor wir aufwachen, beginnt dann der Traum-Schlaf, auch REM-Phase genannt. Hier kommt es zu intensiven Träumen. Hinter den Liedern sind jetzt schnelle Augenbewegungen möglich.

Aufwach-Phase

Danach wachen wir langsam auf. Währenddessen werden Atem und Puls wieder ruhiger. Nach jedem Zyklus, kann es dazu kommen, dass wir durch leichte Reize schneller wach werden.

Was kann den Schlafzyklus beeinflussen?

Wie lange ein Zyklus dauert, und wie oft er neu beginnt, ist aber von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Auch können Alter und Geschlecht den Schlaf beeinflussen. Eine Schwangerschaft, die Menstruation oder die Wechseljahre können die Schlafqualität negativ beeinflussen.

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Dennoch: In heißen Nächten, muss der Körper deutlich mehr dafür tun, die Körpertemperatur runterzufahren, um schlafen zu können. Daher solltest du im Sommer nachts auf lockere Kleidung, luftige Sommerbettwäsche und ein gut belüftetes Schlafzimmer achten. Am besten ausschließlich morgens früh und spätabends lüften.

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