Wenn die Temperaturen tagelang über 30 Grad klettern, stellen sich viele Eltern dieselbe Frage: Muss mein Kind jetzt jeden Tag duschen oder baden? Schließlich klebt die Sonnencreme auf der Haut, nach dem Toben läuft der Schweiß in Strömen und spätestens nach dem Freibadbesuch riecht der Nachwuchs nicht mehr ganz so frisch.
Die gute Nachricht: Ein tägliches Bad oder eine kurze Dusche sind bei großer Hitze völlig in Ordnung. Allerdings gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten.
Katzenwäsche reicht aus
Grundsätzlich gilt: Kinder müssen auch im Sommer nicht jeden Tag mit Seife oder Duschgel geschrubbt werden. Der natürliche Schutzfilm der Haut ist gerade bei Kindern noch empfindlich und kann durch häufiges Einseifen austrocknen.
Kinderärzt*innen und Dermatolog*innen empfehlen deshalb, zwischen dem Kontakt mit Wasser und dem eigentlichen Reinigen zu unterscheiden. Eine kurze Dusche zur Abkühlung darf an heißen Tagen ruhig täglich sein. Duschgel oder Badezusätze sind dagegen meist nur dort nötig, wo sich Schweiß sammelt, etwa unter den Achseln oder an den Füßen.
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Babys brauchen kein tägliches Bad
Bei Bays, die noch nicht krabbeln oder laufen, reicht häufig eine sanfte Reinigung mit einem Waschlappen und warmem Wasser völlig aus. Da sie sich kaum schmutzig machen, ist tägliches Baden weder notwendig noch besonders hautfreundlich.
Ein- bis zweimal pro Woche zu baden genügt in der Regel. Dazwischen werden Gesicht, Hände, Hals sowie der Windelbereich einfach nach Bedarf gereinigt.
Kleinkinder: Baden nur so oft wie nötig
Sobald Kinder die Welt auf allen Vieren oder später auf zwei Beinen erkunden, sieht das natürlich anders aus. Sandkasten, Eis, Matsch und Schweiß hinterlassen ihre Spuren.
Dennoch reicht für die meisten Kleinkinder ein gründliches Bad oder eine Dusche zwei- bis dreimal pro Woche aus. An besonders heißen Tagen spricht aber nichts gegen eine zusätzliche Dusche, solange sie eher der Abkühlung dient und nicht jedes Mal mit Shampoo oder Duschgel verbunden ist.
Nach Freibad, Sonnencreme und Sport lieber abduschen
Es gibt natürlich Situationen, in denen eine Dusche unbedingt sinnvoll ist. Nach dem Schwimmen in Chlorwasser, nach dem Sport oder wenn einfach viel geschwitzt wurde.
Dann sollte man auch nicht auf Shampoo oder Duschbad verzichten, sondern alles gründlich runterwaschen. Anschließend freut sich die Haut über eine feuchtigkeitsspendende Pflege.
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Was ist bei Hitze besser? Warmes, kaltes oder lauwarmes Wasser?
Es gibt überraschend viele Menschen, die bei großer Hitze unter eine eiskalte Dusche springen. Für Kinder ist das allerdings nicht ideal (und Erwachsene sollten auch vorsichtig sein).
Sehr kaltes Wasser kann den Kreislauf belasten und sorgt oft dafür, dass der Körper anschließend noch mehr Wärme produziert. Angenehmer und besser für den Körper ist eine kurze Dusche mit lauwarmem Wasser. Sie kühlt den Körper sanft ab, ohne ihn zusätzlich zu stressen.
Und wie oft müssen Schulkinder unter die Dusche?
Im Grundschulalter reicht es bei den meisten Kindern aus, sich zwei- bis dreimal pro Woche gründlich zu waschen. Entscheidend ist aber weniger ein fester Duschplan als der Alltag des Kindes.
Wer den ganzen Tag draußen spielt, Sport treibt oder im Freibad war, duscht selbstverständlich häufiger als ein Kind, das einen ruhigen Tag zu Hause verbracht hat.
Mit Beginn der Pubertät ändert sich das. Durch die hormonellen Veränderungen produzieren Haut und Schweißdrüsen mehr Fett und Geruchsstoffe. Spätestens dann gehört das tägliche Duschen für viele Jugendliche ganz selbstverständlich zur Körperpflege.
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