Die Hitzewelle ist gerade erst vorbei, schon sind vielerorts wieder Temperaturen über 30 Grad angesagt. Regen? In weiten Teilen Deutschlands bleibt der weiter aus.
Nicht nur wir ächzen unter der heißen Sonne, auch unser Garten leidet zunehmend. Da ist es wichtig, die Pflanzen durch unbedachtes Handeln nicht noch weiter zu belasten. Gut gemeint, ist nun mal nicht immer gut gemacht.
Hier kommen sechs Dinge, die du bei Hitze nicht mehr im Garten machen solltest.
1. Rasen mähen
Ab Temperaturen von 30 Grad hat der Rasenmäher Pause. Denn: Kurz geschnittener Rasen verbrennt bei Hitze schneller. Während Hitzewellen solltest du deiner Grasnarbe daher eine Pause gönnen und sie etwas länger stehen lassen, um den Boden vor Austrocknung zu schützen.
Dazu kommt, dass Rasen bei Temperaturen über 30 Grad das Wachstum runterfährt oder sogar ganz einstellt. Ein natürlicher Schutz, um den Wasserbedarf geringer zu halten.
Deshalb gilt die Regel: Ab 30 Grad bleibt der Rasen stehen.
2. In der prallen Sonne gießen
Einer der gängigsten, aber gleichzeitig auch wichtigsten Tipps für den Garten: Pflanzen niemals in der prallen Sonne gießen. Das gilt auch fürs Rasensprengen.
Das Wasser verdunstet und die Wassertropfen wirken wie kleine Brenngläser, sodass Pflanzenteile wie die Blätter in kürzester Zeit verbrennen.
Tipp: Gieße Pflanzen und Blumen auch nicht zu spät. Denn nasse Erde über Nacht kann Schnecken und Pilzerkrankungen fördern. Ideal ist der frühe Abend oder sehr früh morgens.
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3. Kübelpflanzen nur einmal täglich gießen
Pflanzen trocknen im Topf oder Kübel deutlich schneller aus als im Beet. Das wird oft unterschätzt. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad brauchen viele Kübelpflanzen sogar zweimal täglich frisches Wasser. Gerade wenn sie auf einem Untergrund stehen, der sich schnell extrem aufheizt, wie dunkle Terrassenfliesen.
Wichtig: Nutze zum Gießen kein eiskaltes Leitungswasser. Das kann die Pflanzen belasten. Lasse das Wasser kurz stehen oder nutze Regenwasser.
4. Pflanzen oder Blumen neu pflanzen oder umtopfen
Wie für uns Menschen bedeutet Hitze auch für Pflanzen Stress. Wenn du sie jetzt umpflanzt, kannst du damit die Wurzeln beschädigen und sie gehen im schlimmsten Fall ein.
Die Bepflanzung sollte daher je nach Sorte besser im Frühjahr und Herbst erfolgen. Unbedingt solltest du aber auf kühlere Tage oder den Abend warten, wenn du deine Pflanzen umtopfen willst.
5. Erde ungeschützt lassen
„Kahle“ Erde trocknet durch starke Sonneneinstrahlung schnell aus. Um das zu verhindern, ist nicht nur Gießen wichtig. Du kannst den Boden auch durch eine organische oder mineralische Mulchschicht (je nach Pflanzensorte) vor dem Austrocknen bewahren.
Mehr dazu: Warum ich dank des Mulch-Tricks viel weniger gießen muss
6. Pflanzen düngen
Dünger soll die Pflanzen und Blumen beim Wachstum unterstützen und für eine üppige Blüte sorgen. Ist es aber sehr heiß, kann Dünger die Wurzeln regelrecht „verbrennen“. Gerade mineralischer Dünger ist riskant. Bei Temperaturen über 30 Grad solltest du auf den Einsatz von Dünger unbedingt verzichten.
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