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Klima-Garten: 4 Maßnahmen, die es draußen 10 Grad kühler machen

Blutweiderich im Garten
Blutweiderich im Garten Credit: AdobeStock/MNStudio

Ein Garten, der echte Abkühlung bringt? Das geht nur mit Klima-Maßnahmen. Lies hier, mit welchen Tricks du dir eine angenehme Wohlfühloase schaffst.

Als wir unser Haus übernommen haben, bestand unser Garten ehrlich gesagt aus… nicht besonders viel. Eine dunkelgraue Terrasse, eine große Rasenfläche, eine Palme und sonst? Nichts.

Kein einziger Baum, keine Stauden, keine Büsche, keine Beete. Schatten gab es nur unter der Terrassenüberdachung.

Der erste Sommer war entsprechend brutal. Die dunklen Terrassenplatten wurden so heiß, dass man kaum barfuß darüber laufen konnte. Auf dem dunklen Sonnendeck hätte ich vermutlich Spiegeleier braten können und selbst abends strahlte der Garten noch Wärme ab. Von einer Wohlfühloase waren wir meilenweit entfernt.

Mehr Pflanzen = weniger Hitze

Drei Jahre später sieht unser Garten komplett anders aus. Inzwischen wachsen hier über 200 Stauden, drei Bäume und große Büsche. Das WPC-Sonnendeck musste einer Kiesterrasse weichen und auf die dunklen Terrassenfliesen habe ich helle Outdoor-Teppiche gelegt.

Nach der Umgestaltung war der Unterschied nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar. In unserem Garten ist es seitdem im Sommer deutlich kühler.

Wenn auch du dir Abkühlung wünschst, kommen hier die besten Klima-Maßnahmen.

1. Bäume, Büsche, Beete

Ein Garten mit vielen Pflanzen ist deutlich mehr als nur schön anzusehen. Bäume, Sträucher und Stauden wirken wie natürliche Klimaanlagen.

Über ihre Blätter verdunsten sie kontinuierlich Wasser. Dieser Prozess, die sogenannte Verdunstungskühlung, entzieht der Umgebung Wärme und sorgt dafür, dass die Lufttemperatur spürbar sinkt. Gleichzeitig beschatten Pflanzen den Boden, sodass sich Erde und angrenzende Flächen deutlich weniger aufheizen.

Je mehr Grün im Garten wächst, desto stärker verbessert sich das Mikroklima. Besonders Staudenbeete, Hecken und größere Sträucher helfen dabei, Hitzeinseln zu vermeiden.

https://dev.gofeminin.de/lifestyle/garten/klima-stauden-nicht-giessen-s5644468.html

2. Schatten gezielt schaffen

Schatten gehört zu den effektivsten Maßnahmen gegen Hitze im Garten. Vor allem Bäume können die Umgebungstemperatur deutlich senken.

Hitzetolerante Arten wie Zürgelbaum, Judasbaum oder Blasenesche schützen Boden, Terrasse und Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung. Dadurch verdunstet weniger Wasser aus dem Boden und die aufgeheizte Luft kann sich unter den Baumkronen wesentlich schlechter stauen.

Auch begrünte Pergolen sind eine gute Lösung. Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Efeu oder Sternjasmin (winterhart bis -10 Grad) spenden nicht nur Schatten, sondern kühlen ihre Umgebung zusätzlich durch Verdunstung

Terrasse mit Pergola-Überdachung
Romantische Pergola im Garten. Credit: AdobeStock/Kristina Blokhin

3. Dunkle Hitzespeicher vermeiden

Viele Gärten enthalten große Flächen aus dunklem Beton, Pflaster oder WPC. Das Problem: Diese Materialien speichern tagsüber enorme Mengen Sonnenenergie und geben sie bis tief in den Abend wieder an die Umgebung ab.

So wird die Terrasse zu einem wahren Glutofen. Kein Wunder also, dass viele Menschen sie selten nutzen.

Besonders in Neubaugebieten, in denen es an Bäumen fehlt, wird das Hitzeproblem spürbar.

Wenn du deinen Garten planst, dann greif besser zu hellen Fliesen, hellem Naturstein (super ist zum Beispiel Travertin) oder hellen Oberflächen, wenn es um die Terrassengestaltung geht. Helle Farben reflektieren einen größeren Teil der Sonnenstrahlen und heizen sich deutlich weniger auf.

Mein persönlicher Tipp sind übrigens Kiesterrassen aus hellem Kies wie zum Beispiel Marmor- oder Castle Kies. Im Vergleich zu WPC, Echtholz oder Terrassenfliesen ist Kies günstiger, bleibt kühler und der Boden ist damit nicht versiegelt.

Du kannst und willst deine dunklen Terrassenfliesen nicht austauschen? Dann leg helle Outdoorteppiche darüber. So schaffst du dir schnell und einfach kühlere Inseln. Das freut auch die Füße.

4. Wasser-Oasen schaffen

Wasserflächen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen aktiv zur Abkühlung bei. Ein kleiner Brunnen, ein Wasserspiel oder ein Teich erhöhen die Luftfeuchtigkeit und entziehen der Umgebung durch Verdunstung Wärme.

Dieser Effekt ist besonders an heißen Sommertagen spürbar. In Kombination mit schattigen Bereichen und vielen Pflanzen entsteht so eine angenehm kühle Gartenatmosphäre.

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