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Diese Klima-Stauden musst du nicht gießen

Wer hat schon Zeit, stundenlang zu gießen? Wenn du dir eine Blütenpracht ohne Schlauchakrobatik wünschst, dann pflanz diese Sonnen-Stauden.

Die Hitzewelle im Juni hat meinem Garten ganz schön zugesetzt. Naja, teilweise. Denn während einige Pflanzen wie meine Hortensien dauerdurstig waren und ständig gegossen werden wollten, erlebten andere die beste Zeit ihres Lebens.

Statt traurig ihre Blätter herunterhängen zu lassen, standen sie aufrecht und wunderschön blühend in der prallen Sonne. Durst? Kennen die nicht!

Während ich also den einen Teil des Gartens jeden Tag gießen musste, brauchten die Stauden in meinen Sonnenbeeten so gut wie kein Wasser. Und das bei teils 40 Grad!

Trockenheitsresistente Stauden

Wenn du ebenfalls weniger Zeit mit Gießen verbringen und Wasser sparen willst, solltest du Klima-Stauden setzen. Das sind Pflanzen, die mit heißen und trockenen Phasen prima klar kommen und noch dazu pflegeleicht und winterhart sind. Hier kommen meine Empfehlungen für vollsonnige Standorte.

1. Mädchenauge

Das Mädchenauge* (Coreopsis), auch Schöngesicht genannt, ist wegen ihrer bunten Blütenpracht eine beliebte Sommer-Staude.

Die Pflanze ist aber nicht nur ein Hingucker, sondern auch wahnsinnig robust: Sie kann Trockenheit sehr gut ab und bevorzugt sonnige Standorte im Garten. Zudem ist der Dauerblüher winterhart und kaum anfällig für Schädlinge oder Krankheiten.

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gelbes Mädchenauge
Mädchenauge gehört zu den Stauden, die wenig Wasser brauchen. Credit: Adobe Stock/imageBROKER.com

2. Mohn

Der wunderschöne, rote Klatschmohn (der seinen Namen von den dünnen Blüten hat, die bei Wind klatschend aneinanderschlagen), ist nicht nur in Europa, sondern auch Nordafrika heimisch.

Kein Wunder also, dass die Blume (wissenschaftlicher Name: Papaver), die ein toller Farbtupfer im Garten bildet, auch längere Trockenperiode ohne Probleme überlebt.

3. Fetthenne

Die Fetthenne* (Sedum) besitzt fleischige, rundliche Blätter, die sie als Wasserspeicher nutzt. Dadurch übersteht die pflegeleichte Pflanze problemlos lange Trockenperioden, ohne einzugehen.

Tipp vom Profi: In der Anfangszeit nach dem Einpflanzen muss sie regelmäßig gegossen werden. Dann empfiehlt es sich außerdem, die Fetthenne zu düngen. Tust du ihr den Gefallen, dankt es dir die Sonnen-Staude mit zahllosen kleinen Blüten, die übrigens echte Schmetterlingsmagnete sind!

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Fetthenne Blume in Garten.
Credit: Adobe Stock

4. Rosmarin

Auch Rosmarin (Salvia rosmarinus) könnt ihr zunächst im Garten genießen und danach in der Küche einsetzen. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und mag es deswegen gerne warm und lieber zu trocken als zu feucht. Sie kommt zwar mit sehr wenig Wasser aus, länger als eine Woche sollte die Pflanze jedoch nicht trocken stehen.

Schon gewusst? Im Frühling bekommt der immergrüne Strauch kleine Blüten, die zahlreiche Insekten anziehen.

5. Steppen-Salbei

Steppen-Salbei ist mit seinen strahlend violetten, rosa oder weißen Blüten ein echter Hingucker im Blumenbeet. Er setzt tolle Akzente im Beet und ist ein Bienenmagnet.

Staunässe verträgt die Pflanze nicht, dafür kommt sie aber auch im Hochsommer lange Zeit ohne Wasser aus. Gönnt der Pflanze am besten ein Plätzchen in praller Sonne.

steppensalbei
Der hohe Steppensalbei setzt tolle Akzente im Staudenbeet. Credit: Adobe Stock

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6. Königskerze

Die Königskerze (Verbascum) ist mit seiner imposanten Höhe von bis zu zwei Metern ein echter Hingucker im Garten. Da die vor allem in trockenen Berghängen heimisch ist, hat sie Pflanze mit den wunderschönen Blütenknospen kein Problem mit trockenen Sommermonaten.

Nur bei sehr lange andauernder Hitze, sollte sie gelegentlich gegossen werden. Ein weiterer Vorteil der robusten Pflanze: Wegen ihrer behaarten Blätter fällt sie lästigen Schnecken nur selten zum Fraß.

Königskerze Pflanze
Credit: Adobe Stock

Mehr lesen: Schnecken im Garten bekämpfen: Die besten Hausmittel ganz ohne Chemie

7. Mauerpfeffer

Diese Staude mag es gerne heiß und trocken: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) ist die ideale Bepflanzung für sonnige Gärten mit sandigen, nährstoffarmen Böden – und darüber hinaus absolut pflegeleicht.

Die Pflanze mit den kleinen gelben Blüten muss weder regelmäßig gegossen noch gedüngt werden und ist zudem auch noch bis zu –20 Grad Celsius winterhart.

Gelber Mauerpfeffer
Credit: Adobe Stock

8. Polsterthymian

Der wunderschöne Polsterthymian (Thymus serpyllum) ist perfekt für heiße, trockene Plätze und wächst flach wie ein dichter Teppich. Er duftet intensiv, zieht Bienen an und eignet sich hervorragend als Bodendecker oder zur Wegeinfassung. Einmal angewachsen, kommt er fast komplett ohne Wasser aus. Dazu sieht er auch noch wunderschön aus.

Weißer Polster-Thymian
Thymian wie der weiße Polster-Thymian müssen so gut wie nicht gegossen werden. Credit: Adobe Stock

Lies auch: Das sind die 12 schönsten lila Stauden

9. Katzenminze

Katzenminze (Nepeta faassenii) ist ein Dauerblüher, der mit Trockenheit erstaunlich gut zurechtkommt. Sie bildet üppige Polster mit kleinen, duftenden Blüten und lockt jede Menge Bienen und Schmetterlinge an. Ihre robuste Art macht sie ideal für trockene, sonnige Standorte. Dazu ist sie absolut pflegeleicht.

Katzenminze
Katzenminze gehört zu den Stauden, die kaum Wasser brauchen. Credit: Adobe Stock

10. Eisenkraut

Eisenkraut (Verbena bonariensis) ist der Star für alle, die luftige Blüten lieben. Ihre zarten, violetten Blüten schweben auf langen, stabilen Stielen und kommen mit Trockenheit wunderbar klar. Die Pflanze ist extrem robust und blüht unermüdlich bis zum ersten Frost. Ein echter Geheimtipp für pflegearme Gärten.

Eisenkraut
Eisenkraut bringt Struktur und Finesse ins Beet und ist herrlich anspruchslos. Credit: Adobe Stock

11. Wollziest

Wollziest gehört zu meinen Entdeckungen im letzten Jahr. Mit seinen silbrig-grünen flauschigen Blättern setzt die Bodendecker-Staude nicht nur moderne Akzente im Beet, die Pflanze ist auch ein echter Überlebenskünstler. Pralle Sonne? Oh ja! Wenig Regen oder Gießwasser? Gar kein Problem!

Wollziest gehört zu den Stauden, die so gut wir gar nicht gegossen werden müssen. Möglich macht das ihre besondere, haarige Blattoberfläche, die die Pflanze vor Verdunstung schützt. Wenn du einen sehr trockenen, kargen und vollsonnigen Platz im Garten zu vergeben hast, dann sollte Wollziest bei dir einziehen!

Wollziest
Noch ein Plus: An den Wollziest gehen Schnecken nicht ran. Credit: Ann-Kathrin Schöll/gofeminin

Nach dem Einpflanzen regelmäßig gießen

Die Stauden brauchen kaum Gießwasser, ABER: Dafür müssen sie gut eingewachsen sein. Frisch gepflanzte Stauden – auch die Klima-Stauden – brauchen regelmäßig Wasser.

Nach zwei bis drei Monaten sind die Pflanzen gut im Boden verwurzelt, dann kannst du das Gießen reduzieren und schließlich einstellen. Die Feuchtigkeit im Boden reicht dann meistaus, um die Stauden mit Wasser zu versorgen.

Hat es mehrere Wochen lang nicht geregnet, musst du auch die Trockenheitskünstler wässern. Achte auf die Blattfarbe und den Zustand der Blätter. Werden sie blass und kraftlos, ist das ein Zeichen dafür, dass die Stauden Wasser brauchen.

Übrigens: Die folgenden Pflanzen solltest du besser nicht in deinen Garten lassen. Sie sind entweder pflegebedürftig, schlecht für Insekten oder können deine Nerven strapazieren:

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