Im Winter muss unsere Haut ganz schön viel durchmachen. Während wir draußen eisigen Temperaturen und kaltem Wind ausgesetzt sind, wird die Haut drinnen zusätzlich durch trockene Heizungsluft strapaziert. Gerade Gesicht und Hände sind stärker betroffen, da sie in der Regel frei und nicht durch eine Kleidungsschicht geschützt werden.
Hinzukommt, dass wir durch häufiges Waschen die natürliche Hautschutzbarriere angreifen. Die Haut produziert nämlich Talg, um sich vor Kälte und trockener Luft zu schützen. Waschen wir den Talg mit Waschlotionen ab, ist die Haut deutlich angreifbarer.
Auch Dermatologin Dr. Yael Adler betont gegenüber der ARD, dass wir dem Feuchtigkeitsverlust im Winter entgegenwirken können, indem wir unsere natürliche Hautbarriere stärken und sie mit Fett und Feuchtigkeit versorgen.
Im Winter sollte man daher zu Cremes mit einem höheren Fettanteil greifen. Je mehr die Creme an eine Salbe statt an ein Gel erinnert, desto höher ist in der Regel der Fettanteil. Gleichzeitig sollten wir die Haut nur mit Wasser waschen, um die natürliche Talgschicht nicht abzutragen.
Gesichtspflege: Welche Inhaltsstoffe sind im Winter wichtig?
Oft wird der Harnstoff Urea genannt, wenn es um die Hautpflege im Winter geht. Urea versorgt die Haut zwar mit Feuchtigkeit, allerdings kann es bei sehr empfindlicher Gesichtshaut zu Irritationen und Brennen kommen, wie Yael Adler im Interview erklärt.
Besser sind der Expertin zufolge Cremes mit hauteigenen Lipiden. Besonders gut bei sehr niedrigen Temperaturen um null Grad oder darunter sind Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Bienenwachs, Kakaobutter und Kokosöl.
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Reine Feuchtigkeitscremes, die einen hohen Wasseranteil haben, können im Winter ebenfalls nachteilig sein. Herrschen Temperaturen um null Grad, kann das Wasser auf der Haut gefrieren.
Die Haut von innen mit gesunder Ernährung stärken
Auch eine gesunde Ernährung ist für die strapazierte Haut im Winter essenziell. Gerade im Winter sind die Mikronährstoffe Vitamin D, Selen, Omega-3-Fettsäuren und Zink zu beachten.
Bevor man jedoch zu Nahrungsergänzungsmitteln greift, sollte man zunächst im Rahmen einer Blutuntersuchung beim Hautarzt oder bei der Hautärztin abchecken lassen, ob und wo ein Mangel vorliegt.
Diese drei Hautcremes sind perfekt für trockene Haut im Winter
Avène Cold Cream Creme
Die rückfettende Cold Cream von Avène* schützt die Haut vor Kälte und ist besonders für empfindliche, trockene Haut geeignet.

La Roche-Posay NUTRITIC Intense Gesichtscreme
Die NUTRITIC-Gesichtscreme von La Roche-Posay* macht empfindliche und sehr trockene Haut glatter und geschmeidiger. Der Lipid-Wirkstoff stärkt die natürliche Hautschutzbarriere und baut sie Schicht für Schicht wieder auf.

Santaverde Aloe Vera Creme Rich ohne Duft
Die reichhaltige Tages- und Nacht-Creme von Santaverde* wirkt enorm nährend und regeneriert die Lipidstruktur. Aloe-Vera-Saft sowie Argan- und Nachtkerzenöl spenden Feuchtigkeit und beruhigen die strapazierte Winterhaut.

Auch die Lippen benötigen im Winter besondere Aufmerksamkeit und brauchen ausreichend Pflege. Hier setzen wir auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und natürliche Fette wie Bienenhonig, Shea-Butter und Olivenöl.
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