Inhaltsverzeichnis
- Warum sind Grannen gefährlich für Tiere?
- Erste Hilfe bei Grannen: Was du tun kannst!
- Grannen Symptome erkennen
- Präventive Fellpflege nach jedem Spaziergang
- FAQ: Häufige Fragen zu Grannen bei Haustieren
Auf meinen täglichen Spaziergängen mit meinen beiden Hunden entdecke ich vor allem jetzt ab dem späten Frühjahr bis in den Sommer hinein überall am Wegesrand einzelne Halme mit Getreideähren und ihren Grannen. Vielen ist nicht klar, dass Grannen tatsächlich gefährlich für unsere geliebten Vierbeiner sein können. Unabhängig davon, ob die großen Getreidefelder mit Gerste, Weizen und Co. der Region erntereif sind oder nicht, aber auch noch danach findet man die eine oder andere gelbe Ähre am Wegesrand und auf den Grünstreifen in der Stadt.
Um das Risiko für meine Hunde zu verringern, heißt es für mich, nach dem Spaziergang wieder genauer hinzuschauen. Grannen haben übrigens von Ende Mai bis August Saison.
Ein erstes Anzeichen für eine Granne kann vermehrtes Schlecken an der betroffenen Pfote sein oder an der Rute. Hinschauen lohnt sich eben nicht nur wegen Zecken, für die gibt es schließlich Abwehrmittel.
Vielleicht kennst du das Thema bereits aus englischsprachigen Social-Media-Beiträgen: Dort ist oft von „Foxtails“ die Rede. Im Deutschen sprechen wir meist von Grannen.
Warum sind Grannen gefährlich für Tiere?
Die große Gefahr an Grannen, sind ihre Widerhaken. Damit bleiben die kleinen Ähren im Fell eures Hundes oder eurer Katze hängen und wandern, wenn sie nicht entdeckt werden, unter die Haut und können dort schwere Entzündungen und Abszesse verursachen.
Geraten die Pflanzenteile in die Ohren, Nase, Augen oder andere Körperöffnungen, kann es dort zu schweren Entzündungen kommen. So haben manche Hunde ein Auge verloren oder wurden auf einem Ohr taub. Bei anderen sind Grannen über die Nase sogar in die Luftröhre bzw. Atemwege¹ gelangt. Neben den hohen Tierarztkosten, kann eine solche Entzündung, zu spät entdeckt, sogar lebensbedrohlich für das Tier sein.
Erste Hilfe bei Grannen: Was du tun kannst!
Erstmal tief durchatmen. Wenn eine Granne noch sichtbar und nur oberflächlich im Fell haftet, könnt ihr versuchen, sie behutsam zu entfernen. Aber Vorsicht – ist das Biest erst einmal in die Haut eingedrungen und nicht mehr sichtbar, heißt es: Hände weg und direkt ab zum Tierarzt oder zur Tierärztin!²
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Grannen Symptome erkennen
Natürlich kommt es auch einmal vor, dass man eine Granne nicht gleich entdeckt. Verhält sich dein Tier anders als sonst, schaue genauer hin. Typische Symptome für Grannen sind:
- vermehrtes Schütteln
- häufiges Niesen
- verstärkte Juckreiz und Schmerzen am Ohr
- heftiges Kratzen an einer bestimmten Stelle
- häufiges Schlecken und Knibbeln an einer betroffenen Pfote
- humpeln
- den Kopf schräg halten
Auch interessant: Signal erkennen: Warum Hunde eine gelbe Schleife tragen
Präventive Fellpflege nach jedem Spaziergang
Zu dieser Zeit sind regelmäßige Fell-Checks nach dem Spaziergang ein Muss – und die können tatsächlich zu einer kuscheligen Routine werden. Vermutlich seid ihr darin schon geübt, allein wegen der Suche nach Zecken. Seid hier besonders gewissenhaft und schaut vor allem in den Bereichen der Augen, Ohren, der Schnauze und in den Nasenlöchern.
Wie agrarheute³ berichtet, seien „besonders Hunde mit einem mittellangen und langen Haarkleid gefährdet.“ Habt ihr einen Hund, der regelmäßig zur Fellpflege beim Groomer/ Hundefriseur*in muss, dann achtet noch viel mehr darauf und lasst die Fellpracht eindämmen, besonders zwischen den Zehen und um die Augen und Ohren.
Kann mein Hund gesundheitliche Probleme durch Kletten bekommen?
Ja, Kletten können Entzündungen und Infektionen verursachen, wenn sie nicht entfernt werden⁴. Warum sind Kletten im Hundefell problematisch? Kletten können sich ganz ähnlich wie Getreidegrannen im Fell verfangen, Schmerzen verursachen und die Haut verletzen.
FAQ: Häufige Fragen zu Grannen bei Haustieren
Grannen sind borstige Pflanzenteile von Getreideähren oder Wildgräsern. Sie haben kleine Widerhaken, mit denen sie leicht im Fell hängen bleiben. Gefährlich wird es, wenn sie sich durch Bewegung immer weiter in die Haut, Ohren, Nase, Augen oder Pfoten bohren.
Sitzt die Granne nur locker und sichtbar im Fell, kannst du sie vorsichtig entfernen. Steckt sie bereits tiefer in der Haut, zwischen den Zehen, im Ohr, In der Nase oder am Auge, solltest du mit deinem Tier zur Tierärztin oder zum Tierarzt.
Typische Anzeichen sind plötzliches starkes Schlecken, Humpeln, Kopfschütteln, häufiges Niesen, tränende Augen, Kratzen oder eine schräge Kopfhaltung oder gerötete, schmerzende Stellen.
Nein. Auch Katzen und andere Haustiere wie Pferde und auch Hasen können betroffen sein, besonders wenn sie draußen unterwegs sind oder durch hohes Gras, Wiesen oder an Feldrändern laufen oder dort Fressen.
Grannen treten vor allem vom späten Frühjahr bis in den Sommer auf, häufig von Ende Mai bis August. Grannen können überall dort vorkommen, wo trockene Gräser, Wildgräser oder Getreideähren wachsen, vom Feldrand über Grünstreifen bis hin zu Parks oder zwischen Gehwegplatten.
Quellen:
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information. Bitte beachte, dass einzelne Verhaltensweisen, die dir ein Tier zeigt, immer im Kontext der Situation verstanden werden müssen. Bevor ein Haustier bei euch einzieht, bedenkt immer die große Verantwortung, die so ein Lebewesen mit sich bringt. Habt ihr bereits ein Haustier und habt Fragen zu Gesundheit oder Verhalten, dann kontaktiert bitte euren Tierarzt oder eure Tierärztin und bei Bedarf eine Tiertrainerin oder einen Tiertrainer.

