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Flechtfrisuren: Die angesagtesten Trends von klassisch bis modern

Frisur mit kleinen geflochtenen Zöpfen
Flechtfrisuren gibt es in verschiedenen Varianten - von klassisch bis modern. Credit: Getty Images/ Edward Berthelot

Flechtfrisuren lassen sich elegant, klassisch und modern stylen. Wir stellen dir die angesagtesten Versionen vor.

Inhaltsverzeichnis

Flechtfrisuren zählen zu den Klassikern unter den Hairstyles. Waren sie bei einigen jedoch etwas in Vergessenheit geraten, feiern sie jetzt ihr großes Comeback und kommen vielseitiger denn je daher. Von klassischen Varianten bis hin zu modernen Interpretationen lassen sich die Frisuren sowohl für den Alltag als auch für besondere Anlässe stylen. Und hast du die Technik erst einmal raus, sind die meisten Frisuren auch gar nicht so schwer zu flechten.

Wir zeigen dir die schönsten Flechtfrisuren und verraten, wie du sie nachmachen kannst. Mit diesen schönen Trendfrisuren verlieren geflochtene Haare garantiert das brave und langweilige Image, das sie so lange hatten.

Auch interessant: Geflochtene Haare: Schritt-für-Schritt-Anleitungen für 3 angesagte Flechtfrisuren

Welche Flechtfrisuren liegen im Trend?

1. Der Französische Zopf

Zu den klassischen Flechtfrisuren gehört auch der französische Zopf. Bei dieser Frisur werden die Haare eng am Kopf anliegend geflochten, dabei fängst du am Scheitel an. Anders als beim herkömmlich geflochtenen Zopf nimmst du nach und nach beim Flechten immer neue Haarsträhnen dazu. Das sorgt für die charakteristische, am Kopf anliegende Struktur.

  • Beginne dafür oben am Kopf und teile drei gleich große Strähnen ab.
  • Lege die rechte Strähne über die mittlere, danach die linke Strähne über die neue mittlere Partie.
  • Bei jedem weiteren Flechtschritt nimmst du von der jeweiligen Seite etwas zusätzliches Deckhaar zur Strähne auf, bevor du sie über die Mitte führst. So „wächst“ der Zopf Schritt für Schritt in die Länge, bis alle Haare eingeflochten sind.

Der französische Zopf sieht elegant aus und passt zu fast jedem Anlass. Ziehst du die Strähnen noch sanft auseinander, wird er leicht aufgelockert und bekommt so noch mehr Volumen.

2. Der Holländische Zopf

Der holländische Zopf ist die umgekehrte Version des französischen Zopfes. Du flechtest das Haar ebenfalls eng am Kopf, doch statt die Strähnen an der Seite über die mittlere zu legen, führst du sie unten durch. Durch dieses kleine Detail sieht es aus, als würden die geflochtenen Haare auf dem Kopf aufliegen.

Diese Flechtfrisur wirkt etwas moderner als der klassische französische Zopf, trotzdem verliert er nicht an Eleganz. Auch hier wirkt der Zopf noch lässiger und voluminöser, wenn du die Strähnen etwas auseinander ziehst.

3. Der Fischgrätenzopf

Die wohl kunstvollste Flechtfrisur ist der Fischgrätenzopf. Er beeindruckt durch seine verwobene Struktur, die an das Muster der Fischgräten oder an Getreideähren erinnert. Er sieht sehr aufwändig aus, mit der richtigen Technik und etwas Geduld klappt er jedoch schnell.

  • Teile deine Haare zunächst in zwei große Strähnen.
  • Von der äußeren Seite der rechten Strähne teilst du eine kleine Partie ab und legst es über Kreuz zur linken Seite.
  • Wiederhole diesen Schritt auf der linken Seite.
  • Fahre damit fort, bis alle Haare verflochten sind.

4. Boxer Braids

Boxer Braids sind zwei parallele, eng am Kopf anliegende geflochtene Zöpfe. Dabei kannst du die Haare entweder als französischen Zopf oder als holländischen Zopf flechten. Den Namen haben die Zöpfe aus dem Sportbereich bekommen, denn es ist eine beliebte Frisur beim Boxen, um die Haare aus dem Gesicht zu halten. Mittlerweile haben sie sich längst als Trendfrisur etabliert.

  • Scheitel das Haar in der Mitte und teile es in zwei gleich große Partien.
  • Beginne an einer Seite oben an der Stirn mit drei Strähnen und flechte das Haar bis nach unten durch, indem du immer etwas Haar zu den Strähnen dazunimmst.
  • Das wiederholst du nun auch mit der anderen Seite.

Der Look wirkt besonders cool und sind eine gelungene Abwechslung zu den klassischen geflochtenen Frisuren.

5. Der Wasserfallzopf

Möchtest du eine Frisur für besondere Anlässe? Dann könnte dir der fließende Wasserfallzopf gefallen! Jede einzelne Strähne fällt dabei herab wie ein kleiner Wasserfall, daher ist auch der Name inspiriert.

  • Dafür beginnst du an einer Schläfe und teilst drei Strähnen vom Haar ab, wie beim französischen Zopf.
  • Nach jedem Flechtschritt lässt du jedoch die untere Strähne fallen und nimmst stattdessen vom Deckhaar oben eine neue Strähne hinzu.
  • So entsteht eine horizontale Flechtung. Das offene Deckhaar kannst du dabei entweder glatt tragen oder in sanften Wellen.

6. Der geflochtene Dutt

Es muss jedoch nicht immer eine komplette Flechtfrisur sein, es lassen sich auch nur Elemente in die Haare einarbeiten. Der geflochtene Dutt vereint die klassische Eleganz des Dutts mit der Verspieltheit einer Flechtfrisur – und ist ganz einfach nachzumachen.

  • Binde das Haar zu einem hohen, mittleren oder tiefen Pferdeschwanz zusammen. Entscheide dich hier danach, welche Variante du am liebsten magst.
  • Flechte dann den Pferdeschwanz bis nach unten hin durch und binde ihn mit einem dünnen Haargummi zusammen.
  • Wickle den Zopf danach spiralförmig um das Haargummi des Pferdeschwanzes herum und stecke die Enden mit Haarnadeln am Hinterkopf fest.

So kannst du einen schlichten Dutt ganz einfach und schnell aufwerten.

Wie lang müssen die Haare zum Flechten sein?

Flechtfrisuren sind nicht nur etwas für lange Haare, jedoch müssen sie für die meisten Varianten etwa schulterlang sein. Damit der Zopf gut hält und richtig zur Geltung kommen, sollten deine Haare also etwa 20-25 cm lang sein.

Bei kurzen Haaren kannst du auch nur kleinere Partien flechten, zum Beispiel die Ponypartie oder einzelne Zöpfe im Haar. Hier reicht bereits eine Länge von etwa 10-15 cm. Möchtest du jedoch das gesamte Haar zu einem Französischen oder holländischen Zopf flechten, brauchen deine Haare mindestens eine Schulterlänge. Entscheidend ist, dass die Strähnen nicht wieder herausrutschen und der Zopf nicht zu straff geflochten werden muss.

Die besten Tipps für Flechtfrisuren

Bei Flechtfrisuren ist die richtige Vorbereitung das wichtigste Werkzeug, außerdem brauchst du die richtige Technik:

Vorbereitung der Haare

  • Ist dein Haar frisch gewaschen, ist es oft nicht griffig genug. Am besten funktioniert das Flechten am zweiten Tag nach dem Waschen oder mit Trocken- oder Texturspray.
  • Kämme die Haare gut durch, damit keine Knoten mehr vorhanden sind.
  • Bei sehr glatten Haar kannst du zusätzlich einen Schaumfestiger verwenden.

Sauberes Abteilen der Haare

  • Arbeite mit einem Stielkamm, um die Partien präzise abzuteilen.
  • Teile gleich dicke Strähnen ab.
  • Achte auf einen exakten Scheitel.

Richtige Spannung

  • Am Ansatz solltest du immer etwas mehr Spannung benutzen, damit der Zopf nicht ausleiert.
  • Flechte lieber am Anfang etwas fester, auflockern kannst du die Flechtfrisur im Nachhinein immer noch.

Fixieren

  • Schließe den Zopf immer mit einem kleinen Haargummi, damit der Zopf auch fest sitzt.
  • Feine, abstehende Haare können mit Haarspray fixiert.

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