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Ube-Latte: Was ist das neue lila Trend-Getränk?

Zwei Ube Latte in violetter Farbe auf einem Holztisch mit zwei silbernen Löffeln.
© Getty Images

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„Einen Ube-Latte bitte.“ Das könnten wir zukünftig häufiger in Cafés hören. Doch was ist Ube und was steckt hinter dem Trend?

Iced Matcha Latte“ war gestern. Heute trinken wir Ube. Zumindest kommt man derzeit kaum an dem violetten Trendgetränk vorbei, wenn man durch Instagram und Co. scrollt. Denn hier begegnet einem der lila Latte seit geraumer Zeit immer öfter. Statt Farbfilter liegt das satte Violett aber eher an der philippinischen Yamswurzel Ube.

Auf den Philippinen ist Ube weit verbreitet und weit mehr als ein kurzfristiger Trend. Denn hier ist die Wurzel schon lange Teil verschiedener Desserts wie dem traditionellen Ube Halaya (eine süße Marmelade) oder Halo Halo (traditionelles Schichtdesserts, das Eis ähnelt). Meist wird die Wurzel in pürierter Form zusammen mit anderen Zutaten serviert.

Mittlerweile hat es die Ube-Wurzel auch nach Europa geschafft und sorgt hier insbesondere wegen ihrer Farbe für Aufsehen. Das satte Violett der Knolle entsteht durch Anthocyane. Dabei handelt es sich um einen Pflanzenfarbstoff, der auch für die Farbe bei Heidelbeeren, Rotkohl oder Açai verantwortlich ist.

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Roh ähnelt die Ube-Wurzel bis auf die Farbe der Kartoffel oder Süßkartoffel. Allerdings schmeckt Ube eher nussig und hat ein dezentes Vanillearoma. Daher wird die Wurzel auch hier vor allem als Teil von Süßspeisen verwendet.

Ube benötigt tropische Temperaturen, um zu wachsen. Die optimalen Anzucht-Bedingungen findet man daher in Südostasien. Hierzulande wird es vor allem aufgrund der langen Transportwege als Pulver verkauft. Zusammen mit Milch und einer Süße nach Wahl entsteht daraus der virale Ube-Latte.

Aber ist Ube wirklich so gesund, wie häufig behauptet?

Voller Antioxydanzien und Vitamine: Ube hat viele Vorteile

Ube ist reich an Antioxydanzien, und es enthält eine Menge Ballaststoffe, die für die Verdauung gut sind. Zudem enthält Ube Kalium, Magnesium und Eisen und es hat einen niedrigen glykämischen Index, was dazu beiträgt, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Im Unterschied zu Kaffee oder Matcha enthält Ube kein Koffein und kann daher morgens mittags oder auch abends verzehrt werden und zwar ganz ohne einen Wach-Kick zu befürchten. Daher ist das Getränk auch eine ideale Kaffee-Alternative für Kinder oder Schwangere.

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Warum der Ube-Hype auch kritisch betrachtet werden muss

Ube macht vor allem optisch viel her. Es passt einfach zum Frühjahr und Sommer und bringt gute Laune. Generell sollte man den Hype aber auch kritisch hinterfragen.

Denn wie so oft bei Food-Trends wird das Rohprodukt, in diesem Fall die Ube-Wurzel, weit entfernt von Europa angebaut, was lange Transportwege zur Folge hat. Die lange Anbauphase von 10 bis 11 Monaten und zunehmende globale Extremwetter-Ereignisse erschweren den Anbau von Ube, wie CNN berichtet. Auch die New York Times veröffentlichte einen umfangreichen Artikel zu den schwierigen Anbaubedingungen von Ube.

Der weltweite Hype setzt kleine philippinische Bauern zusätzlich unter Druck. Es wird mehr Anbaufläche benötigt, die eigentlich gar nicht da ist und die lange Wertschöpfungskette führt dazu, dass die Bauern selbst nur sehr niedrige Gewinne erzielen. Neben den Philippinen wird Ube in den letzten Jahren vermehrt auch in China und Vietnam angebaut.

Die große internationale Nachfrage könnte die Preise langfristig weiter steigen lassen und zu einer Verknappung führen, die vor allem für die Einheimischen zum Problem werden könnte. Denn für sie wird es laut CNN immer schwieriger, Ube in seiner ursprünglichen Form zu bekommen.

Die kulturelle Herkunft wird dabei oft zur Randnotiz. Viele Filipinos befürchten deshalb, dass Ube auf eine hübsche Farbe reduziert wird, während die Geschichte und Bedeutung der Zutat verloren gehen.

Ob sich der Hype um Ube fortsetzt, bleibt abzuwarten. Dass sich aus der lila Wurzel ein so nachhaltiger Trend wie bei Matcha entwickelt, scheint jedoch eher unwahrscheinlich.

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